Mit viel Einsatz, Teamgeist und einer beeindruckenden Leistung kehrte das Moot-Team der Bucerius Law School nach intensiven Tagen in Oxford zurück – im Gepäck der zweite Platz beim 23. „Oxford International Intellectual Property Law Moot“, dem weltweit größten Wettbewerb für IP-Law. Vertreten wurde die Law School in diesem Jahr durch Pauline Mühleck (Jg. 2022), Laetitia Pfeifer (Jg. 2023) und Joshua Leydecker (Jg. 2023), und unterstützt durch Simon Baalmann (Jg. 2023) als Junior Researcher.

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Oxford IP Moot: Bucerius Law School im Finale
Das diesjährige Bucerius-Team konnte sich beim Oxford IP Moot erfolgreich gegen fast alle Teams durchsetzen und erreichte den zweiten Platz.
EIN REALITY-TV-FALL ALS AUSGANGSPUNKT
Dem diesjährigen Wettbewerb lag der Fall Aggarwal & Roper Television Productions v Holly-Jaye Hayes [2025] HCE 190 zugrunde – ein spannender wie realistischer Fall, der die Frage aufwirft, ob sich Reality-TV-Darsteller mit den Mitteln des Vertrags- und Urheberrechts gegen Falschdarstellungen wehren können. Auf dem Prüfstand standen die Durchsetzbarkeit von Geheimhaltungs- und Wettbewerbsklauseln und die Frage, ob Reality-TV-Darsteller ausübende Künstler sind.
Über sieben Monate und verschiedene Zeitzonen hinweg bereitete sich das Team intensiv vor: Laetitia, Joshua und Simon absolvierten in Paris, Cambridge und Singapur parallel ihr Auslandstrimester und Pauline bereitete sich in Hamburg währenddessen auf ihre Schwerpunktprüfung vor. Der Einsatz und die vielen nächtlichen Telefonate zahlten sich aus: Durch die im Dezember fertiggestellten Schriftsätze konnte sich unser Team erfolgreich für die mündlichen Verhandlungen in Oxford qualifizieren.

ERFOLGREICHE VORRUNDEN und EIN HOCHKARÄTIGES FINALE IN OXFORD
Angekommen in Oxford traf das Team in den Vorrunden auf die Singapore Management University, die University of Ottawa, die York University – Osgoode Hall Law School sowie die Hidayatullah National Law University Raipur. Das Team gewann alle Vorrunden, wurde mit dem Preis für das beste Team der Vorrunden ausgezeichnet und zog als einziges nicht-muttersprachliches Team sowie als einziges Team aus einer Civil-Law Rechtsordnung ins Viertelfinale ein. Darüber hinaus wurde Joshua Leydecker als zweitbester Speaker des Wettbewerbs ausgezeichnet.
Auch in den „Knockout-Rounds“ setzte sich das Team erfolgreich durch und erreichte nach Bestreiten des Viertel- und Halbfinales schließlich das Finale vor Lord Kitchin (ehemaliger Richter am UK Supreme Court), Lord Justice Birss (Chancellor of the High Court) und Mr Justice Mellor (Richter am High Court of England & Wales).
Im Finale traf das Team auf die University of New South Wales, die sich trotz eines sehr überzeugenden Auftritts unseres Teams durchsetzen konnte. Wir gratulieren dem Team der UNSW ganz herzlich zu seiner beeindruckenden Leistung und blicken dankbar und voller Stolz auf einen erfolgreichen Moot und eine unvergessliche gemeinsame Zeit in Oxford zurück.
Professor Dr. Michael Grünberger (Präsident der Bucerius Law School) würdigte die Leistung des Teams: „Die Leistungen des Oxford IP Moot Teams der Hochschule sind eine Erfolgsgeschichte, die auch in diesem Jahr wieder Maßstäbe gesetzt hat. Ich gratuliere unserem Team herzlich dazu, dass es den 2. Platz erzielt hat, während Joshua Leydecker mit dem 2. Platz als Best Speaker ausgezeichnet wurde. Das sind herausragende und schwer zu erreichende Erfolge, insbesondere als Nicht-Muttersprachler aus einer zivilrechtlich geprägten Rechtsordnung gegen führende Universitäten aus dem Common-Law-Bereich. Dieses Ergebnis steht für die exzellente Qualität unserer Studierenden.“
ANERKENNUNG UND DANKBARKEIT
Erschöpft und glücklich zurück in Hamburg angekommen, bedanken wir uns bei allen, die sie auf diesem Weg unterstützt haben und dieses Ergebnis erst möglich gemacht haben: Ein ganz besonderer Dank gilt Lezel Roddeck, deren kontinuierliche Unterstützung und Begeisterungsfähigkeit das Team durch die vielen Monate der Vorbereitung getragen hat. Auch bedanken wir uns beim Rhethoriktrainer John Faulk für sein intensives Coaching, Prof. Dr. Linda Kuschel und Prof. Dr. Dana Beldiman für die fachliche Unterstützung und allen unseren engagierten studentischen Coaches. Ein herzlicher Dank gilt außerdem BONABRY für die großzügige Unterstützung. Besonders danken wir Dr. Jan Peter Heidenreich und Dr. Christian Kube für die wertvollen Übungspleadings und die Unterstützung in der Schriftsatzphase. Vielen Dank auch an KNPZ für das ertragreiche Probe-Pleading.
Ob es wirklich “no such thing as bad publicity” gibt, ist am Ende offen geblieben – sicher ist aber, dass wir zwischen Pep Talks, Pleadings und Pub-Abenden eine unvergessliche Zeit in Oxford hatten und dem nächsten Team jetzt schon ebenso viel Freude dort wünschen. Vielen Dank!

Text
Laetitia Pfeifer, Pauline Mühleck, Simon Baalmann, Joshua Leydecker
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