Perspektive: Führungskraft im Unternehmen

Alumnae berichteten am 27.10.2022 aus Führungs- und Personalverantwortung und diskutieren mit Studierenden und Alumni in der Bucerius Law School

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Der Weg für Jurist*innen ins Unternehmen

Im Studium professionale sprachen Daniela-Carina Pohl, JG 2004, Head of Large and Complex Claims - Executive Director Claims, AXA und Dr. Claudiana Triskatis, JG 2000, Head of HR Germany & Austria (Consumer, Medical Devices and Pharma) bei Johnson & Johnson über ihren Berufseinstieg in ein Versicherungsunternehmen und eine Unternehmensberatung. Darüber hinaus ging es darum, wie viel sie dabei von ihrem Jurastudium oder der Promotion profitieren konnten. 

Die Teilnehmer*innen im Raum und im Netz erlebten in einem offenen Gespräch eine Alternative zur Arbeit als Anwält*in oder Richter*in und verfolgten den Weg der Diskussionsteilnehmerinnen in die Führungsposition und die Personalverantwortung im Schnelldurchlauf mit. Leider krank zu Hause war Hannah Grillitsch, (Jg. 2001), Vice President HR; Bosch Engineering Group, die eigentlich das Podium komplettieren sollte.

 

Einstieg ins Unternehmen

Ein möglichst umfassender Einblick und die Struktur und Arbeitsweise eines Unternehmens gelingt über das klassische Vorstandsassistentenprogramm, das keinesfalls mit einem Traineeship zu verwechseln ist und das schon eine ganze Reihe von Alumni gegangen sind. Ein weiterer Weg - insbesondere für Arbeitsrechtsexpert*innen - ist die Personalabteilung und schließlich auch die Rechtsabteilung.  

 

Veränderungen in der Führungskultur

Die lebhafte Diskussion, an der sich Vertreter*innen der Jahrgänge von 2000 bis 2022 beteiligten, drehte sich um die Veränderungen, die die Gen Z gerade in der Arbeitswelt anstößt, um weibliche Vorbilder in Führungspositionen und um die Führungskultur in einem amerikanischen Unternehmen. Zudem ging es darum, wie es Team und Führungskräfte gemeinsam schaffen können, das Arbeitsklima positiv zu entwickeln.

Selbstbestimmtes Arbeiten hat durch New Work einen enormen Schub erhalten, dennoch muss die Führungskraft die losen Enden verknüpfen. Das Miteinander will gelernt sein. Dass das gelingen kann, war aus den Erfahrungen von Daniela Pohl und Claudiana Triskatis herauszuhören. Sie machten Mut, diese Berufsperspektive in Angriff zu nehmen.

Ob es dabei besser ist, alle zu duzen oder nicht, musste offenbleiben. Ebenso die Frage, ob die Krawatte für Führungskräfte wohl noch einmal wiederkommt.

Text

Dr. Annette Bärwinkel

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