Reinhard Zimmermann mit Dr. Günther Buch-Preis ausgezeichnet

Zimmermann wurde für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften ausgezeichnet.

Forschung & Fakultät |

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Zimmermann ist seit 2008 an der Bucerius Law School als Professor affiliiert. Er ist außerdem Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht. 

Die feierliche Preisverleihung fand am 19. November 2025 in der Elbphilharmonie statt. Mit der Auszeichnung würdigt die Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung die herausragenden Verdienste Zimmermanns um die Rechtswissenschaft als Erneuerer der historisch-vergleichenden Methode und Pionier der Europäisierung des Privatrechts sowie um die Förderung des Nachwuchses in interdisziplinärer Exzellenz, intellektueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

„Reinhard Zimmermann steht für stete Innovation und Tradition zugleich. Diese Kombination bringt reiche Früchte.[…] Die Nachwuchsförderung ist ihm ein zentrales Anliegen. Staunend steht der Betrachter vor seinen exzellenten Forschungen, vielfältigen Erfolgen in verschiedensten Bereichen des Lehr- und Wissenschaftsmanagements wie den zahlreichen außerordentlichen wissenschaftlichen Ehrungen, die ihm erzeigt wurden“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz-Peter Mansel, Direktor des Instituts für internationales und ausländisches Privatrecht der Universität zu Köln, in seiner Laudatio.

 

Ein internationaler Lebenslauf mit staatlicher Würdigung

Reinhard Zimmermann studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg. 1981 folgte er dem Ruf auf den W.P. Schreiner-Lehrstuhl für Römisches Recht und Rechtsvergleichung an die Universität Kapstadt. Von 1988 bis 2002 hatte er den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung an der Universität Regensburg inne. Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Oxford, Cambridge, Yale, Chicago, Auckland und Santiago de Chile. 

Sein Werk hat weltweit Resonanz gefunden, wovon nicht zuletzt seine bis dato elf Ehrendoktorwürden namhafter Universitäten von Edinburgh, Lund und Maastricht bis McGill und Chicago zeugen. 2002 wurde Zimmermann zum Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht ernannt, wo er im Oktober 2022 emeritierte. 

Seit 2008 ist er an der Bucerius Law School als Professor affiliiert. Von 2011 bis 2023 war Zimmermann Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1996 verlieh ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis. 2023 erhielt er mit dem Antonio-Feltrinelli-Preis die bedeutendste italienische Auszeichnung auf den Gebieten der Wissenschaft und der Kultur. 2024 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Text

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht / Désirée Balthasar

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