SEHLENDORF 2025: SONNE, SONNE UND SONNE – UND DANN WAR DA NOCH DIE SONNE

Sehlendorf-Strand, Probe- und sportarbeitsrechtliches Seminar, Sonnenaufgang – das Sehlendorf-Wochenende 2025 übertrifft sich selbst.

Forschung & Fakultät |

Wenn es ein Ereignis gibt, das im Schwerpunkt Arbeit, Wirtschaft und Soziales (SPB III) nicht fehlen darf, dann ist es die legendäre Sehlendorf-Fahrt. Vom 20. bis 22. Juni 2025 war es wieder so weit: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende, DJ-Equipment und gute Argumente für das Arbeitsrecht trafen aufeinander, um zu diskutieren, zu lernen – und zu feiern. 

In diesem Jahr war die Runde besonders groß: Neben dem aktuellen Schwerpunkt nahmen auch Studierende des neuen Seminars für Sportarbeitsrecht teil – eine Bereicherung nicht nur für die Vortragsliste, sondern vor allem für die „Diskussionen“. Ob Equal Pay im Profisport, Diskriminierung durch Altersgrenzen bei Schiedsrichter:innen oder die Zulässigkeit digitaler Gewerkschaftszugänge – die Debatten waren kontrovers. Immer wieder wurde deutlich, dass das „Wesen des Profisports“ das deutsche Arbeitsrecht aushebelt. So konnte von den Teilnehmer:innen angeregt über den Sinn des Arbeitsrechts diskutiert werden.

Halbschatten, Hitze und § 50a ArbGG

 Bei rekordverdächtigen Temperaturen verlagerten sich die Vorträge auf die grüne Wiese vor dem Haus – unter einem großen Baum, der an diesem Wochenende Klimaschutzmaßnahme und Denkfabrik zugleich war. Die Themen des Probeseminars reichten vom neuen § 50a ArbGG „Videoverhandlung“ bis zu klassischen Mitbestimmungsthemen. Alle Vorträge wurden mit großem Ernst und größtem Respekt geführt – manchmal barfuß und immer im Schatten.

Ohne Mampf kein Kampf

Natürlich wurde auch gegessen. Der traditionelle Eintopf vom Hof Steffen aus Lütjenburg war wie immer ein Highlight – kulinarisch bodenständig. Am letzten Abend wurde gegrillt. Dass sich trotz langer Abende am nächsten Morgen alle diszipliniert am Frühstückstisch einfanden, bleibt ein Rätsel – oder ein Zeichen echter Leidenschaft fürs Arbeitsrecht.

Strandtag mit Ball und Bier

Nach den Vorträgen ging es an den Strand. Spikeball, Flunkyball, Fußball, Schwimmen oder einfach mit einem friesisch-herben Bier auf die Ostsee schauen – jede:r fand seinen oder ihren Platz in Ruhe oder im sportlichen Wettkampf.Erstmals mit professionellem DJ-Setup verlagerte sich auch die anschließenden Partys an den Strand. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Und dann, als eigentlich längst niemand mehr standfest war, kam die Sonne. Und ging auf. Über dem Meer. Über dem Arbeitsrecht. Über Sehlendorf.

Autor: Leon Langner

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