Svenja Länder wird neue Leiterin des Zentrums für Studium Generale und Persönlichkeitsentwicklung

Die vorherige Programmreferentin hat am 1. Mai die Nachfolge von Ulrike Pluschke angetreten

Mehr als Jura! Mit diesem Anspruch bietet die private Hochschule für Rechtswissenschaft in Hamburg seit 2000 eine ganzheitliche juristische Ausbildung an, welche neben der Vorbereitung auf das Erste Juristische Staatsexamen durch viele außerjuristische und persönlichkeitsbildende Inhalte geprägt ist.

Das ZSP: Inbegriff des Ansatzes „Jura plus“ der Bucerius Law School

Im Sinne einer umfassenden Bildung und geleitet von den Werten Freiheit, Vielfalt, Toleranz und Verantwortung unterstützt das Zentrum für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung (ZSP) die Studierenden der Hochschule bei der Entfaltung ihrer individuellen Entwicklungspotentiale. Das Zentrum wird von der Siemens AG gefördert.

Um dieses Ziel zu erreichen, ergänzt das ZSP das juristische Fachstudium mit Angeboten zur Vermittlung generalistischen Denkens, zur Förderung der Selbstreflexion, zur Erweiterung der Urteils-, Kritik-, und Handlungsfähigkeit sowie zur Stärkung gesellschaftlichen Engagements. Das Angebot des ZSP gliedert sich in die Programmbereiche Studium generale und Studium personale. Daneben organisiert das ZSP regelmäßig Veranstaltungsreihen in Kooperation mit der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, welche für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Dabei arbeitet das Team des ZSP im Hochschulalltag eng mit dem Beirat des Zentrums, bestehend aus Studierenden, Professor*innen und externen Mitgliedern, zusammen.

Werdegang: international und vielseitig

Svenja Länder kam im Juli 2016 als Programmreferentin an das ZSP der Bucerius Law School. Nach einem Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft an den Universitäten Prag, Erfurt und der Humboldt Universität zu Berlin sowie Projekt- und Bildungsmanagement an der Universität Hildesheim war sie vorher für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) an der Universität Porto und als Lektorin für die Robert Bosch Stiftung an der Leo-Tolstoi Universität in Tula, Russland tätig.

Sie war Junior Scholar am „Woodrow Wilson International Center for Scholars“ in Washington D.C. 2016 erschien ihr Buch „A Vida Numa Mala“ (deutsch: „Das ganze Leben im Koffer“) über deutsch-portugiesische Migrationsgeschichte. Svenja Länder engagiert sich in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und in der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft.

Seit August 2020 hatte sie nach dem Weggang von Dr. Ulrike Pluschke die kommissarische Leitung des ZSP übernommen.

Große Freude über die Neubesetzung

„Mit Svenja Länder geht die Leitung unseres hochgeschätzten ZSP in erfahrene Hände über. Wir haben großes Vertrauen in die Weiterentwicklung der nicht-juristischen Programme und Veranstaltungen, die den interdisziplinären Austausch an unserer Hochschule für Rechtswissenschaft ermöglicht.“, kommentiert Präsidentin Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Katharina Boele-Woelki die Neubesetzung.

Meinhard Weizmann, Geschäftsführer der Hochschule, ergänzt. „Das Studium generale ist seit der Gründung vor 20 Jahren ein Aushängeschild unserer Hochschule und wird von Studierenden und Hamburger Gesellschaft gleichermaßen sehr geschätzt. Svenja Länder ist mit ihrem breiten Horizont, ihrer geisteswissenschaftlichen Ausbildung und der internationalen Erfahrung eine Idealbesetzung.“

Svenja Länder freut sich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen: „Durch ein vielseitig aufgestelltes Curriculum des ZSP möchte ich die Studierenden motivieren und inspirieren, parallel zu ihrer juristischen Ausbildung in andere Fachdisziplinen zu schauen, neugierig zu bleiben, ihr persönliches Profil zu schärfen und sich den Mut beizubehalten, über den bekannten Tellerrand zu schauen.

Aktuelle Themen wie etwa die Herausforderungen der Klimakrise werden im Programm ebenso Platz finden, wie etwa „klassische“ Studium generale-Fächer wie Philosophie oder Literatur, die meines Erachtens ebenso essenziell für eine umfassende Ausbildung sind. Formate im kreativen und künstlerischen Bereich sollen nach der langen Zeit des digitalen Lernens zu einem bunten Campusleben beitragen.

Mit einem spannenden Angebot an öffentlichen Abendveranstaltungen soll das Studium generale der Bucerius Law School ein Ort für Hamburgerinnen und Hamburger sein, an dem gesellschaftliche und politische Fragen diskutiert werden, wie etwa die aktuelle dreiteilige Veranstaltungsreihe zur Bedeutung von Streit für die Demokratie, die kommenden Mittwoch startet.“

Autor*in

Jonathan Schramm, Arne Lemke

Hamburg