Am 21. Mai 2025 diskutierten im fast ausgebuchten Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School der Literatur- und Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Fritz Breithaupt und die Publizistin und CDU-Politikerin Diana Kinnert über die Rolle von Emotionen in der Politik – und ihre Wirkung auf unsere Demokratien. Unter dem Titel „Trump, AfD und der Angriff auf die Demokratie: Wie Emotionen Politik lenken – und was dagegen hilft“ ging es um die Frage, wie rechtspopulistische Bewegungen kollektive Gefühle für sich nutzen – und welche Narrative dem etwas entgegensetzen könnten. Moderiert wurde der Abend von Martina Kix, Redakteurin im SPIEGEL-Ressort „Meinung & Debatte“.
Bereits in der Begrüßung machte Dr. Alexa Meyer-Hamme, Leiterin des Studium generale, deutlich, worum es an diesem Abend gehen sollte: Nicht nur um die bekannten Parolen und Strategien populistischer Akteure, sondern um die tiefer liegenden psychologischen Dynamiken – um Zugehörigkeit, Stolz, Hoffnung. Gefühle also, die rechte Bewegungen gezielt mobilisieren. Und um das Unbehagen vieler, die dem politischen Rechtsruck sprach- und fassungslos gegenüberstehen. Denn obwohl Trump und die AfD keine neuen Phänomene sind, obwohl autokratische und rechtspopulistische Kräfte in vielen Ländern schon lange erstarken, herrscht oft Ratlosigkeit. Für viele, die diesen Kurs nicht mittragen, ist das schwer zu begreifen. Umso größer das Bedürfnis, zu verstehen, was da eigentlich passiert – und was man dem entgegensetzen kann.

