Unternehmensgründung – eine Option für Volljuristen

Alumni der Bucerius Law School berichten über ihren Einstieg ins Unternehmertum

Am 30. Januar 2020 lud der Entrepreuners Club der Bucerius Law School im Rahmen der Studium professionale Veranstaltungen zwei Absolventen der Bucerius Law School ein, um über ihren Weg ins Unternehmertum zu berichten.

Nach einführenden Worten durch Lorenz Roettger, Mitglied des Entrepreneurs Club, übernahm Mark Schmitz, JG 2004, die Moderation des Abends. In seinen Begrüßungsworten ermutigte der Technologie-Investor und ehemaliger Partner bei Lakestar die Student*innen und Alumni dazu, nach dem Studium auch alternative Karrierewege in den Blick zu nehmen. So stelle die Unternehmensgründung ein Alternativmodell dar, um selbstbestimmter zu arbeiten als in den klassischen juristischen Berufsfeldern. Das dies mit einem größeren Risiko verbunden ist, sei dabei selbstverständlich.

Im Anschluss stellte Schmitz die beiden Unternehmer und Juristen Dr. Henric Hungerhoff, JG 2004 und seit 2018 Geschäftsführer von APX, dem gemeinsamen Accelerator von Porsche Digital und Axel Springer Digital Ventures, sowie Lucas Christel, JG 2014 und Gründer des Unternehmens offmade, vor.

Im Gespräch mit den Studenten*innen schilderte Hungerhoff seinen Karriereweg nach dem Studium und seinen Einstieg in eine unternehmerische Tätigkeit. Als Personalreferent im Büro des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, gelang ihm der Übergang von der juristischen hin zu einer Wirtschaftstätigkeit. Dabei betonte er, dass er von seinen im Studium erlernten juristischen Fähigkeiten enorm im Beruf profitiere, insbesondere beim strukturierten Lösen von Problemen.

Einen ganz anderen Weg schilderte Christel. Der Jung-Unternehmer, der im Juni 2019 mit seinem Bruder das Unternehmen offmade gründete, ging auf die Gründungsphase seines Unternehmens ein, welches erst vor kurzem eine Seed Finanzierung in Höhe von 1,1 Millionen Euro bekannt gab.

Auch er bestärkte die Studenten*innen noch einmal darin, über den Tellerrand zu schauen und weitere Berufsmöglichkeiten abseits des klassischen Juristen-Werdegangs anzudenken.

Die interessanten und anregenden Gespräche fanden einen gelungenen Ausklang bei Brezeln und Wein.

Jonas Moscho

Hamburg