Als wir uns im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Pandemie dafür entschieden haben, die GRUR Junge Wissenschaft Tagung um ein Jahr zu verschieben, hatten wir gehofft, die Tagung im Sommer 2021 (weitestgehend) ohne Einschränkungen veranstalten zu können. Die aktuellen Entwicklungen lassen eine Tagung vor Ort leider nicht zu, so dass wir uns dafür entschieden haben, die Veranstaltung am 4. und 5. Juni 2021 rein digital durchzuführen. Wir werden zeitnah weitere Informationen zum Ablauf mitteilen. In jedem Fall freuen wir uns schon jetzt auf spannende Vorträge und den vorab erscheinenden Tagungsband.

6. Tagung GRUR Junge Wissenschaft

Intelligente Systeme – Intelligentes Recht

Einführung

Die Tagung GRUR Junge Wissenschaft – Kolloquium zum Gewerblichen Rechtsschutz, Urheber- und Medienrecht ermöglicht Nachwuchswissenschaftler*innen, sich in informellem Rahmen inhaltlich und methodisch auszutauschen. Sie richtet sich an Doktorand*innen, Habilitand*innen, Juniorprofessor*innen und Berufsanfänger*innen aus Anwaltschaft, Justiz, Verwaltung und Industrie und will ihnen ein Forum bieten, ihre Arbeit zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Im Zentrum der 6. Tagung stehen Fragen rund um das Thema

Intelligente Systeme – Intelligentes Recht:

Die Beziehung zwischen Recht und Technik wird durch das rasante Voranschreiten der Digitalisierung und die Entwicklung neuer und „intelligenter“ Technologien zunehmend komplex. Traditionelle anthropozentrische Konzepte des Rechts scheinen infrage gestellt. Auch die Formen, in denen Recht gesetzt und angewendet wird, verändern sich. Müssen das Recht und seine Durchsetzung angesichts neuer und lernfähiger Technologien selbst verstärkt lernfähig werden und wie kann dies geschehen?

Wir haben zu diesem Themenkreis Beiträge aus den Bereichen des Immaterialgüter-, Medien-, Wettbewerbs-, Informations- und Datenschutzrechts gesucht, wobei die Blickwinkel aller juristischen Fachsäulen und auch interdisziplinäre Beiträge willkommen waren.

Forschungsfragen

Ausgangspunkt für Forschungsfragen könnten dabei etwa (nicht abschließend) sein:

  • Verknüpfung von körperlichen Gegenständen und digitalen Inhalten
  • Personalisierte Ansprache und personalisierte Transaktionen
  • Fragen von Haftung und Verantwortlichkeit
  • Bedeutung, Rolle und Regulierung von Plattformen
  • Automatisiert generierte (vermeintliche) Meinungsbeiträge, Erfindungen und Werke
  • Rechtssetzung, Rechtsanwendung und Rechtsdurchsetzung mittels „intelligenter“ Technologien
  • Herausforderung und Weiterentwicklung rechtlicher Grundlagentheorien angesichts des informationstechnischen Fortschritts

Die Vorträge sind auf 20 Minuten angelegt, anschließend soll ausreichend Zeit zur Diskussion sein. Die Beiträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Vorträge und Beiträge sind in deutscher oder englischer Sprache willkommen.

Kathrin Mai

Sekretariat Juniorprofessur Recht und Digitalisierung

Wissenschaftliche Leitung

Dr. Sebastian Golla
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Informationsrecht, insbesondere Datenschutzrecht
(Prof. Dr. Matthias Bäcker)

Tel.: +49 (0) 6131 / 39 - 23045
E-Mail: golla(at)uni-mainz.de

Prof. Dr. Linda Kuschel, LL.M.
Bucerius Law School, Hamburg

Hochschule für Rechtswissenschaft

Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht sowie Recht und Digitalisierung

Tel.: +49 (0) 40 3 07 06 - 2950
E-Mail: linda.kuschel(at)law-school.de

Dr. Sven Asmussen
Humboldt-Universität zu Berlin

Juristische Fakultät

Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Ökonomik
(Prof. Dr. Gerhard Wagner, LL.M.)

Tel.: +49 (0) 30 2093 - 3458
E-Mail: sven.asmussen(at)rewi.hu-berlin.de

Mit freundlicher Unterstützung von:

Hamburg