Besuch von Bundesgerichten und der Bundesanwaltschaft

Leipzig-Exkursion der strafrechtlichen Wahlschwerpunkte am 4. und 5.November 2025

Forschung & Fakultät |

Am Morgen des 4. November 2025 begann für die strafrechtlichen Wahlschwerpunkte ein weiterer Höhepunkt des Schwerpunktprogramms. Gemeinsam trat die Gruppe die Reise nach Leipzig an, um dort das Bundesverwaltungsgericht, den 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs und die Bundesanwaltschaft zu besuchen.

 

Besichtigung des Bundesverwaltungsgerichts

Der erste Programmpunkt in Leipzig war eine Führung durch das Bundesverwaltungsgericht, das heute im ehemaligen Reichsgerichtsgebäude untergebracht ist. Der vom Verwaltungsgericht Göttingen als wissenschaftlicher Mitarbeiter abgeordnete Richter Thius Vogel führte die Gruppe durch das geschichtsträchtige und eindrucksvolle Gebäude, wobei er architektonische Details ebenso wie historische Hintergründe anschaulich erläuterte. Darüber hinaus berichtete er von seiner Tätigkeit als Verwaltungsrichter und gewährte einen spannenden Einblick in die Arbeit an einem Bundesgericht.

Abgerundet wurde dieser Programmpunkt durch ein gemeinsames Abendessen im am Leipziger Marktplatz gelegenen Restaurant Weinstock. Neben Herrn Vogel nahmen auch die Richter des 5. BGH-Strafsenats, Herr Professor Dr. Andreas Mosbacher und Herr Marcus Köhler daran teil. Der gesellige Ausklang in einer nahegelegenen Bar bildete schließlich das sprichwörtliche Sahnehäubchen des ersten Tages, von dem alle bereits viel mitgenommen haben.

 

 

 

Verhandlung beim 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs

Am folgenden Morgen führte eine unvergessliche Straßenbahnfahrt durch das herbstlich gefärbte Leipzig zur Villa Sack, in der heute der 5. und 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs ihren Sitz haben.

Nach einer kurzen Einführung durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Senats begann die Revisionshauptverhandlung vor dem 5. BGH-Strafsenat, an der die Gruppe teilnehmen durfte. Die Vorsitzende, Frau Gabriele Cirener, leitete die Verhandlung, in der mit dem Rücktritt vom versuchten Totschlag eine Thematik verhandelt wurde, die aus dem Grundstudium wohlvertraut war und entsprechend aufmerksame Zuhörer fand. Die Spruchgruppe ergänzten Herr Professor Dr. Raik Werner und Herr Mario von Häfen sowie die beiden Herrn Bundesrichter, die die Gruppe bereits am Vorabend kennenlernen durften. Sitzungsvertreter der Bundesanwaltschaft war Herr Professor Dr. Hartmut Schneider, der den Anwesenden vorführte, wie ein auch didaktisch überzeugendes Plädoyer klingen kann.

Nach Abschluss der Sitzung kehrte das Gericht in den Verhandlungssaal zurück und stand gemeinsam mit Herrn Professor Dr. Hartmut Schneider für Fragen zur Verfügung. Eine kurze Führung durch das Gebäude schloss diesen Programmpunkt ab, bevor die Mittagspause eingeläutet wurde.

 

Nachmittag bei der Bundesanwaltschaft

Anschließend stand der Besuch der Bundesanwaltschaft auf dem Programm. Dort empfing uns erneut Herr Professor Dr. Hartmut Schneider, der in einer offenen Gesprächsrunde Rede und Antwort stand und interessante Einblicke in seine berufliche Tätigkeit bei der Bundesanwaltschaft gewährte. Dank seiner engagierten und mitreißenden Art trat die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen am frühen Abend die Rückreise nach Hamburg an.

Insbesondere weil der Kontakt zu diesen Institutionen sonst nur schwer möglich ist, war der Austausch bei jedem einzelnen Programmpunkt für die Studierenden besonders bereichernd. Beide Schwerpunkte danken daher herzlich Herrn Professor Dr. Thomas Rönnau, der diese spannende Reise ermöglichte (und auch weitgehend finanzierte) sowie dem gesamten Lehrstuhl Strafrecht I für die Organisation dieser rundum gelungenen und zugleich ausgesprochen unterhaltsamen Exkursion.

Text

Marlene Voigts

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