Matthias Jacobs neuer Vizepräsident des DArbGV

Sven Störmann wird neuer Geschäftsführer

Der Deutsche Arbeitsgerichtsverband e.V. (DArbGV) hat eine neue Führung. Auf der 27. Verbandsversammlung, die am 14. Oktober 2020 als hybride Veranstaltung in der Handelskammer in Hamburg im Anschluss an eine Fachtagung zu aktuellen Herausforderungen des Arbeitszeitrechts stattfand, wählte der neu gewählte Verbandsausschuss jeweils einstimmig Dr. Holger Schrade, Präsident des Landesarbeitsgerichts Hamm, zum neuen Präsidenten des DArbGV und Prof. Dr. Matthias Jacobs, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht an der Bucerius Law School (BLS), zum neuen Vizepräsidenten. Einer der beiden neuen Geschäftsführer des Verbands ist Sven Störmann, Director des Learning Innovation Lab an der Bucerius Law School. Jacobs war bislang einer der beiden Geschäftsführer des Verbands, Störmann Leiter der Geschäftsstelle.

Ein ungewöhnlicher Zusammenschluss mit über 4.000 Mitgliedern

Bei dem 1893 gegründeten DArbGV handelt es sich um einen Zusammenschluss aller am Arbeitsrecht interessierten Menschen und Einrichtungen: Bund und Länder, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Unternehmen, Professorinnen und Professoren sowie Fachanwältinnen und Fachanwälte für Arbeitsrecht und natürlich auch ehrenamtliche und hauptberufliche Arbeitsrichterinnen und Arbeitsrichter, insgesamt rund 4.000 Mitglieder. Die breite Fächerung des DArbGV ist auch in den Organen des Verbands abgebildet. So gehören seinem Vorstand die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, die zuständige Abteilungsleiterin aus dem Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sowie ihr männliches Gegenüber von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die zuständige Abteilungsleiterin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie jeweils ein Vertreter der Arbeitsrechtswissenschaft und der arbeitsgerichtlichen Instanzen an. Unterbrochen wurde die Geschichte des Verbands nur für kurze Zeit: Während der Naziherrschaft löste sich der Verband selbst auf, um dem Zwangszusammenschluss mit der sog. Deutschen Arbeitsfront zu vermeiden.

DArbGV bietet einzigartige, bundesweite Diskussionsplattform für Arbeitsrechtler

Dieser im Arbeitsrecht mit seinen natürlichen Interessengegensätzen ungewöhnliche Zusammenschluss organisiert jedes Jahr über zwanzig bundesweite und regionale Fachveranstaltungen, die sowohl der Fortbildung als auch dem sozialen Zusammenhalt dienen und die stets kostenfrei sind. Damit schafft der DArbGV eine in dieser Form einzigartige Diskussionsplattform und trägt nicht wenig zu dem traditionell guten Klima in der „Arbeitsrechtsfamilie“ bei.

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Hamburg