Hauptsache Musik! Die Ensembles der Bucerius Law School im Portrait
Hauptsache Musik! Die Ensembles der Bucerius Law School im Portrait
An der Hochschule wird nicht nur Jura gebüffelt, sondern auch leidenschaftlich musiziert. Die musikalischen Angebote können sich hören lassen.
Lehre & Studium
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Wer Musik liebt, wird an der Bucerius Law School auf jeden Fall fündig: es gibt eine Big Band, ein Orchester, einen Chor und eine A-Capella-Gruppe. Zusammengezählt sind etwa 80 Musiker:innen in allen Ensembles aktiv. Ob man Jazz oder Swing mag, klassische Musik bevorzugt oder Pop-Lieder singen möchte – hier findet jede:r Musikliebhaber:in die eigene Passion.
Die Big Band: Swing, Rock & Pop
Die Bucerius Big Band der Hochschule gibt es bereits seit 2008. Seitdem ist auch der Saxophonist Ingmar Krohm dabei, damals als Student gestartet. Neben ihm gibt es weitere 19 Musiker:innen. Manche studieren an der Hochschule, einige sind bereits im Arbeitsleben. Eine kreative Mischung aus Trompete, Posaune, Saxophon, Euphonium, Schlagzeug, Klavier, Gitarre, Bass und Percussion. Außerdem eine bis zwei Gesangsstimmen. Die Musik reicht von Swing und Rock über Pop und Latin.
Wer nicht fehlen darf, ist Edgar Herzog. Er ist seit 15 Jahren der musikalische Leiter der Big Band und ihr Dirigent. Der Saxophonist und Musiklehrer ist unter anderem Dozent am Hamburger Konservatorium für Jazzgeschichte und -theorie. Ein echter Profi also. Was er an der Big Band schätzt? „In der Band lebt das Engagement und die Liebe zur Musik. Ein tolles Team mit Ambition! Und wir treten sehr gerne zusammen auf!“, erzählt der Vollblutmusiker.
Nicht nur die regelmäßigen Trimesterkonzerte kommen gut an, die Big Band tritt häufig auch außerhalb der Hochschule auf. So qualifizierte sich das Ensemble – als einzige Big Band aus Hamburg und Schleswig-Holstein – für den Deutschen Orchesterwettbewerb 2025 und belegte dort den fünften Platz. Sie spielen auf Hochschul-Veranstaltungen wie der Akademischen Feier und dem 25-jährigen Jubiläum, sie traten im Bundesverfassungsgericht auf und sogar einmal live im Fernsehen, als sie zum 95. Geburtstag von Helmut Schmidt im Thalia Theater spielten.
Zu den besonderen Highlights zählte auch ein Auftritt auf dem Kulturschiff MS Stubnitz (MS Stubnitz - Kulturschiff und Industriedenkmal), in dem oft Konzerte stattfinden. „Im Schiffsbauch ist ein Konzertsaal, der für uns mit rot-orangen Lichtern ausgeleuchtet war“, erzählt Edgar Herzog. „Wir wurden vor dem Konzert von der Schiffs-Besetzung bekocht und als es dann losging, war der Saal gut gefüllt und die Stimmung ausgelassen.“
Musik-Angebote für Studierende
Die Musik-Ensembles Chor, Big Band und Orchester gehören zum Studium generale. Mit regelmäßiger Teilnahme an einem der drei Ensembles über drei Trimester können im Studium generale 2 ETCs erworben werden. Die A-capella-Band ist davon ausgenommen. Jedes Ensemble tritt am Ende eines Trimesters an der Hochschule auf. Diese Abschlusskonzerte sind sehr gut besucht und ein echtes Highlight im Studienkalender!
Das Orchester: Klassische Musik unter studentischer Leitung
Das Gerd Bucerius Orchester wurde 2020 – inmitten der Corona-Pandemie – auf studentische Initiative neu gegründet, damals mit elf Gründungsmitgliedern. Trotz der schwierigen Umstände formierte sich rasch ein engagiertes Ensemble, dass sich, wann immer es die Regularien zuließen, zu Proben zusammenfand. Seitdem hat sich viel entwickelt: Im Herbst 2023 übernahm Maximilian Groß, selbst Student der Hochschule, Jahrgang 2020, die musikalische Leitung — mit großem Erfolg.
Unter seiner Leitung ist das Orchester auf über 30 Personen angewachsen und heute klanglich fast vollständig besetzt: Von Streichern wie Geige oder Cello, über Holz- und Blechbläser bis hin zu Schlagzeug und Klavier ist alles vertreten.
Ein Auftritt des gesamten Orchesters im Moot Court der Bucerius Law School.
Das Orchester probt wöchentlich Stücke klassischer Musik ein.
Ein ungewohntes Bild: das Orchester ohne Instrumente. Vorn im Bild der Leiter Maximilian Groß.
Die Konzerte sind gut besucht und machen sowohl den Musiker:innen als auch dem Publikum großen Spaß.
Sollte für manche Stücke doch mal ein Instrument fehlen, passt Maximilian Groß die Stücke an die Besetzung an. „Ich nehme mir dann die Partitur vor und schreibe sie um“, erzählt der Student, der kürzlich sein erstes Staatsexamen hinter sich gebracht hat. „Da ich selbst komponiere, bin ich das gewöhnt. Es kostet zwar viel Zeit, macht aber auch unheimlichen Spaß.“
Im Jahr 2024 ist das Orchester erstmals auf ein Probenwochenende gefahren, was schon kurz darauf wiederholt wurde. Eine intensive und inspirierende Erfahrung für alle. „Die Atmosphäre im Orchester ist wirklich toll! Die Leute genießen die Zeit und gehen alle sehr freundschaftlich miteinander um“, sagt Maximilian Groß. „Es ist eine enge Gemeinschaft von Leuten, die Freude an der Musik haben und das Orchester zusammen auf das nächste Level heben wollen.“
Der Chor: Mit der Stimme begeistern
Auch wer kein Instrument spielt, kann sich an der Hochschule musikalisch austoben. Der Chor der Bucerius Law School probt ebenfalls wöchentlich und tritt gelegentlich auf Hochschulevents auf. Die Zahl der Sänger:innen schwankt von Jahr zu Jahr, zwischen 20 bis 30 Studierende üben mal bekannte, mal unbekanntere Stücke ein: Von Pop über Jazz bis zu Musical-Hits beeindrucken die Studierenden ausdrucksstark, beim Konzert immer mit professioneller mit Klavierbegleitung. Bereits seit 2002 besteht der Chor und wird seit 15 Jahren erfolgreich von Diplom-Dirigentin und Arrangeurin Anke Rentz geleitet und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Studierenden. Die beeindruckende Arbeit des Chors und ihrer Dirigentin lässt sich regelmäßig bei den eindrücklichen und stimmstarken Abschlusskonzerten am Ende eines jeden Trimesters sehen und vorallem hören. Weitere Auftritte gab es in der Hauptkirche St. Michaelis bei der jährlichen Gedenkfeier für den Swing- und Gypsy-Jazz-Musiker Django Reinhardt. Dort war der Chor neben weiteren Solokünstler:innen und Ensembles schon mehrmals zu erleben und wird auch zukünftig das Programm bereichern.
Das Weihnachtskonzert 2024 im Moot Court der Hochschule.
Die Sängerinnen und Sänger sind mit voller Leidenschaft dabei.
Auch optisch beeindruckend: Ein Auftritt ganz in Weiß.
Der Chor wird von Klaviermusik begleitet.
Die A-capella-Gruppe „Good Guys“
Eine besondere musikalische Erfahrung ist die A-cappella-Gruppe „Good Guys“. Sie besteht aus Studierenden und Ehemaligen der Law School. Die Gruppe ist selbstorganisiert und anders als die anderen Ensembles kein Teil des Studium generale.
Wer hier singt, tut dies vor allem aus Freude am gemeinsamen Musizieren und mit viel Eigeninitiative: Die „Good Guys“ proben jede Woche und treffen sich außerdem jedes Jahr für ein gemeinsames Probenwochenende. Sie singen Stücke aus verschiedenen Genres, teilweise arrangieren sie auch Medleys. In den letzten Jahren haben sie unter anderem Werke von Coldplay, Bon Jovi, und Anton Bruckner aufgeführt.
Die „Good Guys“ treten ebenfalls bei jedem Trimesterabschlusskonzert auf, aus Freude am Singen und weil sie aus dem musikalischen Leben an der Bucerius Law School nicht wegzudenken sind. Die Gruppe wurde auch schon für Hochzeitsfeiern und Geburtstage und zahlreiche Veranstaltungen auf dem Campus gebucht.
Ein Highlight des vergangenen Jahres war der Auftritt im großen Festsaal des Hamburger Rathauses, zum Senatsempfang des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher.