Senator Dr. Carsten Brosda zu Gast im Studium generale

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Am 5. Juli war Dr. Carsten Brosda, Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Was ich schon immer einmal sagen wollte“ des Studium generale an der Bucerius Law School zu Besuch. Im Gespräch mit dem Autor und Stiftungsmanager Prof. Dr. Michael Göring erzählte Carsten Brosda von den prägenden Erlebnissen seiner Jugend und seinem beruflichen Werdegang. Dabei tauschten sie sich intensiv über politische und gesellschaftliche Themen aus.

 

Verleihung der Zertifikate

Dr. Carsten Brosda bezog sich in seinem Grußwort auf das Essay „This is Water – Anstiftung zum Denken“ von David Foster Wallace aus dem Jahre 2005, das ursprünglich als Abschlussrede an einem amerikanischen College gehalten wurde. Mittlerweile wird gerne daraus zitiert, da es in prägnanten Worten jungen Menschen Anregung gibt, selbstständig zu denken und neue Perspektiven einzunehmen. Im Anschluss überreichte der Senator persönlich die Philosophie-, Politik- und Technologiezertifikate des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung (ZSP) an die anwesenden Studierenden.

 

Musik als Wegbegleiter

Mit „Highwayman“ von The Highwaymen startete das Gespräch musikalisch. Aufgewachsen ist Carsten Brosda in Gelsenkirchen, bei einem Auslandsaufenthalt als Schüler lernte er Houston/Texas und die Weite Amerikas kennen, eine Zeit, die ihn - nicht nur musikalisch - nachhaltig prägte. Nach der Schule entschloss er sich zu einem Journalistik- und Politikwissenschafts-Studium in Dortmund. Seinen Schwerpunkt setzte er hierbei auf den diskursiven Journalismus, vor allem die Theorien Jürgen Habermas faszinierten ihn und begleiten ihn bis heute.

 

Weg in die Politik

Seit 2017 verantwortet Carsten Brosda das Amt des Kultursenators. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in der Berliner Politik kam er 2011 als Leiter des Amts Medien der Senatskanzlei nach Hamburg und wurde schließlich - weit jenseits seiner ursprünglichen Berufsplanung - Senator. Daneben hat Carsten Brosda bisher drei politische Sachbücher geschrieben, sein viertes Werk „Mehr Zuversicht wagen“ wird im September 2023 erscheinen.

 

Horizonterweiterung durch Kultur

Carsten Brosda wünscht sich, Politiker*innen würden mehr Bücher lesen und weitere Künste konsumieren. Der Film zum Beispiel könne gesellschaftliche Realitäten vermitteln. Künstler*innen seien Brosda zufolge zur Prognose für technologische Entwicklungen befähigt. Beispiel hierfür sei beispielsweise die technische Spracherkennung, die Wissenschaftler*innen lange für unmöglich gehalten haben, jedoch in Filmen schon längst „erfunden“ worden war. Die Künste müssten, so Brosda, als relevante gesellschaftliche Stimme wahrgenommen werden.

Der Abend war geprägt von einem aufschlussreichen und vielseitigen Gespräch zwischen Carsten Brosda und Michael Göring. Der Ausklang wurde für den bekennenden Country-Fan Brosda mit Dolly Partons „Coat of many Colors“ untermalt und leitete über zum gemeinsamen Austausch bei Brezeln und Wein. Für die Gäste bestand die Möglichkeit mit Herrn Brosda noch persönlich ins Gespräch zu kommen, die diese Chance gerne wahrnahmen.

Am Mittwoch, 22. November 2023, 19 Uhr, ist die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Aydan Özoguz, in der Reihe "Was ich schon immer einmal sagen wollte" des Studium generale der Bucerius Law School zu Gast.

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ZSP

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