Zur kriminalbiologischen Konstruktion von Abweichung und Kriminalität

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Jungiusstraße 6
20355 Hamburg
Prof. Dr. Jochen Bung – Die Veranstaltung zeigt die pseudowissenschaftliche und rassistische Konstruktion von Kriminalität im NS.
In der Kriminalbiologie und der Kriminalpsychiatrie kulminiert die Menschverachtung der nationalsozialistischen Ideologie aufs Äußerste. Diese kriminologischen Disziplinen sind keine Erfindung des Nationalsozialismus, aber das NS-Regime greift die Ansätze auf und fördert sie maßgeblich. Menschen werden in Gruppen eingeteilt und nach Artgleichheit und Artfremdheit sowie Höherwertigkeit und Minderwertigkeit kategorisiert und sortiert. Dass die Artfremden und Minderwertigen für das Leben der Volksgemeinschaft schädlich sind und deswegen aussortiert, exkludiert, in Lager verbracht und vernichtet werden müssen, wird maßgeblich über „Asozialität“ und Kriminalität als sozial störende und gemeinschaftsschädigende Erscheinungsformen begründet. Anhand einschlägiger Dokumente und Quellen, unter anderem zum kriminologischen Konzept sog. Sippenforschung, wird der Zusammenhang verdeutlicht.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung „NS- und SED-Unrecht" der Bucerius Law School und der Universität Hamburg.
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