Zwischen Strafe und Verdrängung – Justizielle Aufarbeitung des NS-Unrechts

Zwischen Strafe und Verdrängung – Justizielle Aufarbeitung des NS-Unrechts

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05. Januar 2027
16:15 - 17:45 Uhr
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Universität Hamburg, Rechtshaushörsaal

Rothenbaumchaussee 33
20148 Hamburg

Justizielle NS-Aufarbeitung: Von Nürnberg zur „Schlussstrich-Mentalität“ – ein widersprüchlicher Prozess mit Folgen bis heute.

mit Prof. Dr. Hannah Ofterdinger

Die juristische Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts nach dem Zweiten Weltkrieg war ein langwieriger und widersprüchlicher Prozess, der sich zwischen Strafe und Verdrängung bewegte. Auf die Nürnberger Prozesse und die alliierten Nachfolgeprozesse folgte in der jungen Bundesrepublik rasch eine „Schlussstrich-Mentalität“ in Justiz und Gesellschaft. Die nur zögerliche Strafverfolgung von Täter:innen, die oft mangelnde persönliche Verantwortungsübernahme und der schwierige juristische Kampf um Anerkennung und Entschädigung für die Opfer prägten den Umgang mit dem NS-Unrecht über Jahrzehnte. Die zögerliche justizielle Aufarbeitung des Unrechts hinterließ Aufgaben, die die deutsche Rechtsprechung bis in die Gegenwart beschäftigen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung „NS- und SED-Unrecht" der Bucerius Law School und der Universität Hamburg.

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