WARUM HAST DU GENAU DIESES PRAKTIKUM GEWÄHLT?
Mich hat vor allem der wirtschaftsrechtliche Fokus von GÖRG gereizt – insbesondere die starke M&A-Praxis am Standort München. Gleichzeitig wollte ich bewusst keine reine „Praktikums-Blase“, sondern einen möglichst realistischen Einblick in den Kanzleialltag bekommen.
Dass GÖRG kein klassisches Großkanzlei-Praktikantenprogramm aufzwingt, sondern Praktikant:innen direkt in die laufende Mandatsarbeit einbindet, klang für mich nach einer guten Mischung aus Anspruch und Praxisnähe. Pluspunkt: München im Sommer. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.
WAS HAT DICH WÄHREND DEINES PRAKTIKUMS BESONDERS BEEINDRUCKT?
Definitiv die inhaltliche Bandbreite – und wie stark diese vom eigenen Engagement abhängt. Meine Aufgaben reichten von klassischem M&A über Venture-Capital- und Startup-Themen bis hin zu eher unerwarteten Ausflügen ins Miet- und Baurecht.
Besonders motivierend war dabei, dass saubere Arbeit schnell belohnt wird: Wer zuverlässig arbeitet, bekommt spannendere Aufgaben und wird bei neuen Mandaten wieder angefragt.
Außerdem konnte ich an mehreren Notarterminen teilnehmen – teilweise sogar eigenständig in Vertretung. Das war nicht nur lehrreich, sondern auch ein kleiner Vertrauensbeweis.
WAS WAR UNGEWOHNT FÜR DICH, VIELLEICHT SOGAR BLÖD?
Der Arbeitsaufwand war im Vergleich zu einigen Kommiliton:innen in anderen Kanzleien durchaus hoch – und der Dresscode eher klassisch. Beides ist nichts Negatives, aber definitiv eine Umstellung aus dem studentischen Alltag.
Dafür bekommt man allerdings auch einen sehr ehrlichen Eindruck davon, wie die Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei tatsächlich aussieht.
INWIEFERN HAT DAS PRAKTIKUM DEINEN BERUFSWUNSCH BEEINFLUSST?
Das Praktikum hat mir vor allem die Vielfalt der Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei vor Augen geführt. Besonders spannend war das enge Zusammenspiel der verschiedenen Teams, etwa bei Due-Diligence-Prüfungen oder im Rahmen von Closings, bei denen unterschiedliche Rechtsgebiete Hand in Hand arbeiten.
Genau diese Dynamik habe ich sehr zu schätzen gelernt. Umso gespannter bin ich nun darauf, wie sich mein anstehendes Praktikum bei einer Wirtschaftskanzlei in New York im Vergleich darstellt.
WAS WÜRDEST DU STUDIENANFÄNGER:INNEN RATEN?
Gelassen bleiben – und neugierig sein. Man muss zu Beginn des Studiums noch nicht wissen, wo es beruflich hingehen soll. Praktika sind genau dafür da, unterschiedliche Bereiche kennenzulernen und auch mal festzustellen, was nicht zu einem passt.
Und ganz praktisch: Engagement zahlt sich fast immer aus – im Studium genauso wie im Praktikum.
Oliver, vielen Dank für das Interview!