Helena Sophia Spek schließt Promotionsverfahren ab

Am 12. Mai 2026 schloss Helena Sophia Spek ihr Promotionsverfahren zu Managementbeteiligungsprogrammen bei Private-Equity-Investitionen ab.

Forschung & Fakultät |

Die Dissertation trägt den Titel „Die Beteiligung des Managements an Private-Equity-Unternehmen – Schuldrechtliche Ausgestaltung als Alternative zur klassischen Eigenkapitalbeteiligung?“

Managementbeteiligungsprogramme sind im Private-Equity-Bereich ein zentrales Instrument, um die Interessen von Investor und Management anzugleichen. In der Praxis dominieren bislang echte Eigenkapitalbeteiligungen. Die Arbeit geht der Frage nach, ob diese Dominanz tatsächlich auf ökonomischen Notwendigkeiten beruht oder vielmehr Ausdruck etablierter Branchengewohnheiten und standardisierter Gestaltungspraxis ist.

Forschungsgegenstand

Die Dissertation untersucht, ob schuldrechtliche Beteiligungsmodelle eine gleichwertige oder sogar vorzugswürdige Alternative zu klassischen Eigenkapitalbeteiligungen darstellen können. Dabei verbindet die Arbeit steuerrechtliche, gesellschaftsrechtliche, zivilrechtliche und rechtsökonomische Perspektiven und vergleicht beide Modelle umfassend.

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass virtuelle Beteiligungen keine bloße Start-up-Lösung sind. Sie können auch im Private-Equity-Kontext eine ernsthafte Alternative darstellen, sofern die Beteiligungswirkung vertraglich sauber ausgestaltet wird. Zugleich zeigt die Untersuchung, dass schuldrechtliche Modelle eigene rechtliche Grenzen haben. De lege ferenda sollte der Gesetzgeber den Rechtsrahmen für Managementbeteiligungsprogramme stärker an ihrer ökonomischen Anreizfunktion ausrichten und steuerliche sowie rechtliche Hindernisse für eine effiziente Ausgestaltung reduzieren.

Betreuung und Disputation

Die Promotion wurde von Prof. Dr. Thilo Kuntz (Heinrich Heine Universität Düsseldorf) betreut. Das Zweitgutachten verfasste Prof. Dr. Birgit Weitemeyer.

Die mündliche Prüfung fand am 12. Mai 2026 in Form einer Disputation statt. Helena Sophia Spek präsentierte darin die wesentlichen Ergebnisse ihrer Arbeit und diskutierte ihre Thesen mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses. Dieser bestand aus Prof. Dr. Thomas Rönnau, der den Vorsitz übernahm, sowie Birgit Weitemeyer und Thilo Kuntz.

Zur Person

Helena Sophia Spek studierte Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School mit einem Schwerpunkt im Steuerrecht. Während ihres Studiums nahm sie unter anderem am BFH Moot Court teil; ihr Team belegte dabei den ersten Platz. Neben einem Auslandsaufenthalt an der University of Cape Town in Südafrika absolvierte sie Praktika in London und New York City.
Promotionsbegleitend arbeitete sie am Lehrstuhl Privatrecht II – Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Rechtstheorie, der bis 2022 von Prof. Dr. Thilo Kuntz geleitet und anschließend von Prof. Dr. Christoph Kumpan übernommen wurde. Inzwischen absolviert sie ihr Referendariat in Berlin und bereitet sich auf das Zweite Staatsexamen vor.

Text

Helena Sophia Spek

NEWSLETTER

Der Newsletter der Bucerius Law School informiert zweimonatlich über Neuigkeiten und Termine.