Philipp Kleiner schließt Promotion ab

Der Verfasser legt seine Dissertation mit einem Thema auf der Schnittstelle zwischen dem Umweltrecht und dem Finanzmarktregulierungsrecht vor.

Forschung & Fakultät |

Am 5. September 2023 schloss Philipp Kleiner sein Promotionsverfahren an der Bucerius Law School mit der mündlichen Prüfung erfolgreich ab.

 

DISSERTATION ZUR NACHHALTIGKEITSREGULIERUNG AN DEN FINANZMÄRKTEN

Seine Dissertation verfasste Philipp Kleiner zur Nachhaltigkeitsregulierung an den Finanzmärkten. Die Arbeit widmet sich der zunehmenden Begegnung und Verschränkung von Umweltrecht und Finanzmarktregulierungsrecht und untersucht die völkerrechtliche, europarechtliche sowie staatliche Ebene dieser Rechtsetzung unter anderem mittels eines rechtsvergleichenden Ansatzes.
Schwerpunkt der Untersuchung sind die neuen Regelungen der Taxonomie-VO, Offenlegungs-VO und Benchmark-VO sowie der Entwurf eines EU Green Bond Standard.

Mit Einsickern des zunächst überstaatlichen Nachhaltigkeitsbegriffs in die Finanzmärkte und ihre Regulierung erwächst, so die These der Arbeit, ein neues Rechtsgebiet: das Umweltfinanzmarktrecht. In insgesamt acht Kapiteln geht die Arbeit grundlegenden Fragestellungen nach: Wie lässt sich die Rechtsetzung im Bereich des nachhaltigen Finanzwesens systematisieren und ist das Umweltfinanzmarktrecht nur ein Schnittbereich zwischen zwei Rechtsgebieten oder mehr als die Summe seiner Teile?

Dabei werden unter anderem die spezifischen Charakteristika des Umwelt- und Finanzmarktregulierungsrechts herausgearbeitet und ins Verhältnis zu den untersuchten Rechtsakten gesetzt. Viele Erkenntnisse können auf die – im Kontext der Finanzmärkte noch weitgehend ungeregelte – soziale Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffs übertragen werden.

Die Arbeit wurde von Prof. Jörn Axel Kämmerer betreut. Zweitgutachter war Prof. Christoph Kumpan. Sie wird im Mohr Siebeck Verlag erscheinen.

 

MÜNDLICHE PRÜFUNG ZUM „EUROPÄISCHEN SPORTMODELL“ IM WETTBEWERBSRECHT

Im Rahmen der mündlichen Prüfung hielt Philipp Kleiner einen Vortag zum „Europäischen Sportmodell im Wettbewerbsrecht“ anlässlich der Kontroverse um die Gründung einer „European Super League“ im Profifußball. Anschließend diskutierte er mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, Prof. Karsten Thorn (Vorsitzender), Prof. Jörn Axel Kämmerer sowie Prof. Hermann Pünder.

 

ZUR PERSON

Philipp Kleiner studierte Rechtswissenschaft an der Bucerius Law School und der Pontificia Universidad Católica de Chile. Seit Januar 2019 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht von Prof. Jörn Axel Kämmerer.

Im Jahr 2020 wurde er mit dem Lehrpreis des Bucerius Alumni e.V. für herausragende Lehre für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgezeichnet. Seit Oktober 2021 absolviert er das Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg.

 

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