Faculty Reading List 2022

Das vierte Jahr in Folge empfehlen Professor*innen und Abteilungsleiter*innen der Bucerius Law School ihre Lieblingslektüre des Jahres.

Viel Freude beim Lesen!

Es freut mich, Ihnen auch in diesem Jahr eine vielfältige Auswahl an Buchempfehlungen unserer Professor*innen sowie Abteilungsleiter*innen zu präsentieren. Die Faculty Reading List 2022 umfasst ein breites Spektrum an Themen und Genres: Angefangen bei der Sozialistischen Volksrepublik Albanien über faules Netflix-Binge-Watching und Selbstfindung, bis hin zur deutsch-jüdischen Fotografin Lola, die es auf ihrer Reise nach Berlin, Tel Aviv und Bangkok führt. Ich bin mir sicher, für jedes Lesebedürfnis ist das passende Buch dabei.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und aufschlussreiche Lesemomente!

Herzliche Grüße

Ihre Katharina Boele-Woelki

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The Model Thinker

von Scott E. Page

Worum geht es in dem Buch?

From the stock market to genomics laboratories, census figures to marketing email blasts, we are awash with data. But as anyone who has ever opened up a spreadsheet packed with seemingly infinite lines of data knows, numbers aren't enough: we need to know how to make those numbers talk. In The Model Thinker, social scientist Scott E. Page shows us the mathematical, statistical, and computational models—from linear regression to random walks and far beyond—that can turn anyone into a genius.

At the core of the book is Page's "many-model paradigm," which shows the reader how to apply multiple models to organize the data, leading to wiser choices, more accurate predictions, and more robust designs. The Model Thinker provides a toolkit for business people, students, scientists, pollsters, and bloggers to make them better, clearer thinkers, able to leverage data and information to their advantage.

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgewählt?

The book is great as you need no prior knowledge and it has the potential to significantly change your life for the better. It demonstrates the power of quantitative methods and takes away the fear often associated with them. It is empowering, inspiring and entertaining.

Wem empfehle ich dieses Buch?

I recommend this book in particular to those unfamiliar with quantitative methods but curious to see how they can use them in their everyday lives.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Dirk Hartung

Executive Director Center for Legal Technology and Data Science


Free

von Lea Ypi

Worum geht es in dem Buch?

Ein wunderbar geschriebenes autobiographisches Buch über eine Kindheit und Jugend in der Sozialistischen Volksrepublik Albanien und in der Transformationszeit nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Sehr persönlich und eindrücklich zeigt die auf einzelne Szenen und Erlebnisse fokussierte Erzählung aus der Sicht einer Jugendlichen, wie Familiengeschichte und historische Entwicklung verwoben sind und wie der plötzliche Systemwechsel - und seine Bedeutung für die Familie - von einer Heranwachsenden erfahren wird.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Merhdad Payandeh

Lehrstuhl Öffentliches Recht II – Internationales Recht, Europarecht und Öffentliches Recht


V13

von Emmanuel Carrère

Worum geht es in dem Buch?

"V13" steht für Vendredi 13, also den Freitag im Jahr 2015, als 130 Menschen u.a. im Bataclan und vor dem Stade de France Opfer von Terroranschlägen geworden sind. Das Buch versteht sich als "chronique judiciaire" und beruht auf den wöchentlichen Kolumnen, die Carrère während des Gerichtsverfahrens von September 2021 bis Juli 2022 für den Nouvel Observateur verfasst hat.   

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Weil es die Grenzen des Rechts thematisiert. 

Wem empfehlen Sie diesen Titel besonders?

Ich empfehle das Buch für alle, die sich dafür interessieren, wie Frankreich die Attentate juristisch, gesellschaftlich und literarisch verarbeitet. Und für diejenigen, die sich fragen, was (Straf-)Verfahren leisten können für Opfer, Angehörige und für eine Gesellschaft im Versuch, auch nach gewalttätigsten Angriffen nicht in Hass umzuschlagen.  

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Anne Röthel 

Lehrstuhl Privatrecht I – Bürgerliches Recht, Europäisches und Internationales Privatrecht


Komplett Gänsehaut

von Sophie Passmann

Worum geht es in dem Buch?

Die Bürgerlichkeit der Großstadt wird auf unterhaltsame Art auf die Schippe genommen, wobei man sich spätestens bei der ironischen Beschreibung einer Ottolenghi kochenden und stets von politischen Ereignissen und sozialen Ungerechtigkeiten tief „betroffenen” Gesellschaftsschicht selbstkritisch im Spiegel wiedererkennt. Dabei beschreibt die Autorin die aufregende, aber auch eher stressige Lebensphase zwischen „Du musst die Jugend doch genießen”, faulem Netflix-Binge-Watching und Selbstfindung.

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Das Buch beschreibt auf eine unterhaltsame Art und anhand vieler kleinen Anekdoten ein Lebensgefühl und einen Habitus, der einem in Hamburg oder Berlin wie selbstverständlich begegnet. Dabei begreift man, wie ähnlich wir uns doch bei dem Streben nach Individualismus sind. Aber – und das ist das schöne – sagt uns Passmann, dass das auch irgendwie okay ist und man sich über die bürgerliche Langweiligkeit lustig machen und sich trotzdem in ihr wohl fühlen kann. 

Wem empfehlen Sie diesen Titel besonders?

Für alle, die gerne „dieses eine leckere Auberginen-Zitronen-Risotto kochen” und in die „ironisch-freche Weinbar” um die Ecke gehen.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Ass.iur. Jonathan Schramm, LL.B.

Referent der Geschäftsführung / Pressesprecher

 


Der Markisenmann

von Jan Weiler

Worum geht es in dem Buch?

Die fünfzehnjährige Kim hat ihren Vater, den "feinen Herrn Papen", noch nie gesehen, als sie von ihrer Mutter über die Sommerferien zu ihm nach Duisburg abgeschoben wird. Der fremde Mann ist nicht nur ziemlich seltsam, sondern auch der erfolgloseste Vertreter der Welt. Aber als sie ihm hilft, seine Markisen mit abstrusen Mustern im 1970er-Jahre-Design im knallharten Haustürgeschäft zu verkaufen, verändert sich ihr Leben für immer. 

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

"Der Markisenmann" ist ein unerhört gutes Buch mit jeder Menge „Ruhrpott-Charme“. Die Geschichte von Kim und ihrem Vater ist tiefgründig geschrieben, gespickt mit einem Hauch von Sarkasmus und Humor. In ihr geht es um Freundschaft, Liebe, Verantwortung und begangene Fehler, die unverzeihlich und nicht mehr umkehrbar sind.

Man lernt viel in diesem Roman, über Beschattung, die ehemalige DDR und über Eis und Wurst im Ruhrgebiet, über skurrile Menschen, die Freunde von Papen (eine „Schicksalsgemeinschaft von Frühverrenteten, Nichtsnutzen und Träumern“), die mit einer unglaublichen Warmherzigkeit beschrieben werden, über das Erwachsenwerden, über das Verhältnis von Vätern und Töchtern, über das Leben in seiner Schönheit und Traurigkeit zugleich.

Das Ende verleiht dem Roman zudem eine angenehme Tiefe. Alles in allem: Wer einmal zu lesen begonnen hat, kann das Buch nicht mehr weglegen, bis es zu Ende ist. "Der Markisenmann" ist mein absolutes Jahres-Highlight. 

Wem empfehlen Sie diesen Titel besonders?

Allen Vätern und allen Töchtern und auch sonst allen, die das Leben lieben.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Matthias Jacobs

Lehrstuhl Privatrecht III - Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht

 


Winternähe

von Mirna Funk

Worum geht es in dem Buch?

Nachdem Lola, eine junge deutsch-jüdische Fotografin in der hippen Berliner Kunst- und Medienszene erneut Antisemitismus erfahren musste, reist sie nach Tel Aviv und Bangkok. In Tel Aviv gerät sie mitten in den israelisch-palästinenischen Krieg im Sommer 2014, spricht mit ihrem Großvater, der den Holocaust überlebt hat, über ihre eigene Familiengeschichte in der DDR und lernt den linken Israeli Shlomo kennen.

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Gekonnt zwischen den Erzählzeiten springend bearbeitet "Winternähe", abwechslungsreich und dynamisch die Frage, welchen Einfluss die (familiäre) Vergangenheit auf unsere eigene Biographie hat. Ob in Berlin, Tel Aviv oder Thailand - Mirna Funk´s Protagonistin bleibt sich in der schnellebigen globalen Welt treu und es ist inspirierend, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Dabei wirkt der Text nie schwerfällig oder überfrachtet. Funk öffnet den Blick für die Vielfalt persönlicher (Herkunfts-) Geschichten, die unsere Gegenüber in sich tragen, und sensibilisiert dafür, dies stets mitzudenken. 

Wem empfehlen Sie diesen Titel besonders?

"Winternähe " ist für Leser*innen, die Lust haben, eine Geschichte zu lesen, die persönlich und zeitgeschichtlich ist, die Fernweh stillt, dramatisch und gleichzeitig amüsant ist, inhaltlichenTiefgang bietet ohne anstrengend zu werden. "Winternähe" ist der perfekte Roman für die Zeit zwischen den Jahren, den Strand oder auch für den alltäglichen Weg im HVV an die Bucerius Law School.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Svenja Länder

Leiterin Zentrum für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung (ZSP)


Anna Karenina

von Leo Tolstoi

Worum geht es in dem Buch?

„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.“ Dieser monströse Einleitungssatz macht deutlich, worum es geht. Tolstoi ist kein Menschenfreund. Liebesbeziehungen scheitern, und sie scheitern auf entsetzliche Weise. Im Klappentext des Buches heißt es, es gehe um ein „realistisches Porträt der russischen Gesellschaft“ am Ende des 19. Jahrhunderts.

Das ist falsch. Tolstoi hat eine Analyse vorgelegt, die an Zeit und Ort nicht gebunden ist, ein „vollkommenes Kunstwerk“ (Dostojewski). Wer mich kennt, weiß, dass ich Hörbücher liebe. In diesem Fall empfehle ich das Hörbuch von Ulrich Nöthen. Durch ihn kommt das Meisterwerk voll zur Entfaltung. 36 Stunden – das Hören wird zur Sucht. Und man will immer wieder das Gehörte nachlesen. Am besten in der neuen Übersetzung von Rosemarie Tietze. Man „will nur weiterlesen, weiterlesen und möglichst nicht an ein Ende kommen“ (so Ilma Rakusa in der ZEIT).

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Wer Jura studiert, sollte sich für das Zusammenleben von Menschen interessieren. Und sollte wissen, dass die grundlegenden Fragen selbst durch das feinste Recht nicht beantwortet werden können. Auch deshalb empfehle ich dieses Buch.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Hermann Pünder

Lehrstuhl Öffentliches Recht IV - Öffentliches Recht, Verwaltungswissenschaft und Rechtsvergleichung


"Die Freiheit einer Frau" und "Wer hat meinen Vater umgebracht"

von Édouard Louis

Worum geht es in den Büchern?

Édouard Louis, 1992 als Eddy Bellegueule geboren und in einem kleinen nordfranzösischen Dorf in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, entwirft in den beiden Büchern biographische Skizzen seiner Eltern. Von einem Vater, der gewalttätig ist, säuft, in Kneipen herumhängt, seine Familie verbal und physisch tyrannisiert und nach einem Arbeitsunfall mit ruinierter Wirbelsäule für 700 Euro im Monat den Müll von den Straßen aufliest.

Von einer Mutter, die eigentlich Köchin in einem Hotel werden wollte, mit neunzehn schwanger wird, ihre Ausbildung abbricht und sich mit Anfang zwanzig mit zwei Kindern in einer Ehe mit einem gewalttätigen Alkoholiker wiederfindet. Sie trennt sich von ihrem ersten Mann und kommt mit ihren beiden Kindern in der Sozialwohnung ihrer Schwester unter.

Dann lernt sie den Vater von Louis kennen. Dieser umgarnt sie hartnäckig, schenkt ihr anfangs Aufmerksamkeit, tanzt mit ihr und parfümiert sich, wenn er sie trifft. Nach kurzer Zeit ist er nicht anders als der erste Ehemann. Sie bekommen drei Kinder zusammen, die letzten beiden – Zwillinge – ungewollt und gegen den Willen der Mutter, weil sie weiß, dass sie dadurch noch abhängiger ist von ihrem Mann und enger an den Haushalt gebunden wird.

Édouard Louis, das erste Kind der beiden, ist ein guter Schüler und wissbegierig. Er besucht das Gymnasium in der nächstgelegenen Großstadt Amiens und geht als junger Mann zum Studium der Soziologie nach Paris. Bereits als Teenager fühlt er sich zu Jungs hingezogen, was zu Hause bei Mutter und Vater zu Ablehnung und Beleidigungen führt. In der Schule wird er wegen seiner Homosexualität regelmäßig von Mitschülern geschlagen und angespuckt (was Louis in seinem autobiographischen Debutroman „Das Ende von Eddy“, mit dem er berühmt geworden ist, beschreibt). 

Warum haben Sie gerade diese Bücher ausgesucht?

Zuerst einmal sind beide Bücher – trotz der kindlichen Erfahrungen der Abscheu gegenüber dem Vater und der Scham für die eigene Mutter, die Louis gegenüber einer Mitschülerin verleugnet – keine Anklageschriften. Im Gegenteil sind es unendlich liebevolle Beschreibungen, in denen immer wieder kleine Momente unsagbarer Traurigkeit oder Augenblicke voller Liebe und Einverständnis hervortreten. Manchmal auch beides zugleich.

Jeder Zeile ist das Bemühen abzulesen, Verständnis für Mutter und Vater zu erlangen. Ein Verständnis, das daraus resultiert, dass nicht lediglich zwei individuelle Biographien erzählt werden. Mutter und Vater werden als Produkte politischer, sozialer und ökonomischer Verhältnisse charakterisiert, die menschengemacht sind und die deshalb auch anders sein könnten.

Es sind Sozialstudien und Kritiken einer Politik, die die Erstattung der Kosten für Medikamente beschränkt, Sozialleistungen um fünf Euro im Monat absenkt, die von Faulpelzen und Schmarotzern spricht und damit noch die Menschen in den unteren Schichten gegeneinander ausspielt. Studien, die keine Arbeiter*innenklasse mystifizieren oder verherrlichen, sondern von Homophobie, Männlichkeitswahn, Geschlechterrollen, abgebrochenen Ausbildungen, Alkoholkonsum und intergenerationellen Kreisläufen häuslicher Gewalt erzählen.

Es sind – für wenige – auch Emanzipationsgeschichten. Édouard Louis befreit sich aus den sozialen Verhältnissen, in denen er aufgewachsen ist, über Bildung. Seine Mutter wirft nach fünfundzwanzig Jahren Ehe auch ihren zweiten Mann hinaus, zieht mit beinahe fünfzig in die Großstadt, fängt an zu reisen, entdeckt neue Leidenschaften und verteidigt selbstbewusst ihre neu gewonnenen Freiheiten. 

Wem empfehlen Sie diese Titel besonders?

Allen. Außenseiter*innen sind, die dazu gemacht werden aufgrund ihrer Sexualität, ihrer Herkunft oder irgendwelcher anderen Gründe, die in einer Gesellschaft keine Rolle spielen sollten. Und jenen, die verstehen wollen, wie es Außenseiter*innen geht.

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Diese Bücher empfiehlt Ihnen

Prof. Felix Hanschmann

Dieter Hubertus Pawlik Stiftungslehrstuhl Kritik des Rechts - Grundlagen und Praxis des demokratischen Rechtsstaates


Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Katharina Boele-Woelki

Präsidentin der Bucerius Law School

Claussen-Simon-Stiftungsprofessorin für Rechtsvergleichung


Die Welt der Technik in 100 Objekten

von Wolfgang M. Heckl

Worum geht es in dem Buch?

Aus dem reichen Fundus des Deutschen Museums in München werden 100 Objekte aus der Geschichte der Technik, Chemie und weiteren praktischen Naturwissenschaften beginnend von der Frühen Neuzeit bis zum Covid-19-Impfstoff vorgestellt. Man erfährt etwas über namenlose Erfinder und berühmte Titanen der Technik.

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Mit unserem technikbegeisterten Sohn haben wir Tage in dem Museum verbracht – und nun kann man in aller Ruhe die Hintergründe der Technik studieren, aber auch wie Erfindungen die Welt verändert haben und noch verändern. Wir alle sollten informiert darüber entscheiden können, ob und wie uns Naturwissenschaft und Technik in Zukunft weiterbringen. 

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

Prof. Birgit Weitemeyer

Lehrstuhl für Steuerrecht

 

 


The Power

von Naomi Alderman

Worum geht es in dem Buch?

Was wäre, wenn durch eine plötzliche Laune der Evolution Frauen den Männern auf einmal körperlich vollkommen überlegen wären? Naomi Alderman versetzt uns mit ihrem absolut packenden und buchstäblich „elektrisierenden“ Roman in eine Zeit, in der diese Veränderung schon seit vielen Hunderten von Jahren Realität ist und ein junger Autor eine historische Abhandlung über die Entstehung dieses Phänomens als Manuskript an seine Verlegerin sendet… 

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Ich habe selten einen so packenden und gut geschriebenen Roman gelesen, den ich kaum aus der Hand legen konnte: Denn Naomi Alderman spielt auf absolut gekonntem und intellektuell wie erzählerisch brillantem Niveau nicht nur mit den Geschlechterstereotypen, sondern zeigt auf ganz subtile Art und Weise, wie sich Macht- und Dominanzmechanismen in unserem Alltag niederschlagen – und wie wenig reflektiert wir (Frauen wie Männer) trotz Enlightenment, Emanzipation und #metoo immer noch damit umgehen.

Bei jeder überraschenden neuen Wendung ertappt man sich bei dem Gedanken: „Wie kann man einem Mann das antun?“, und dann flüstert ehrlicherweise eine leise Stimme: „Das ist für Frauen aber oft immer noch ganz selbstverständlich...“ Kein erhobener Zeigefinger, sondern Selbsterkenntnis, deshalb klare Leseempfehlung – und das ganz gender-unabhängig! 

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen 

Prof. Barbara E. Weißenberger

Affiliate Professorin - Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Accounting, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

 


Barbarentage

von William Finnegan

Worum geht es in dem Buch?

„Barbarentage“ ist ein gedrucktes Roadmovie über die tägliche kleine Flucht an die Küsten dieser Welt, in die Natur, in eine einfache, reiche Welt. Ein erzähltes Naturbild von fernen Ländern und einer lebenslangen Leidenschaft. Ein autobiografischer Soundtrack, der von den fünfziger Jahren bis in das Jahr 2015 reicht. Der Pulitzer-Preisträger William Finnegan, Journalist und Weltenbummler, erzählt von seiner Jugend in Kalifornien und seinen Reisen rund um den Globus, von Samoa bis Südafrika.

Warum haben Sie gerade dieses Buch ausgesucht?

Man kann Barbarentage in einem Rutsch durchlesen (übrigens auch dann, wenn man – wie ich – kein Surfer ist). Aber es ist auch ein perfektes Nachttischbuch für Vielbeschäftigte, die abends nur noch fünf oder zehn Seiten schaffen. Denn am nächsten Tag ist die Welt immer noch da, und mit ihr die Strände, die Liebe, die Freundschaft und die Auseinandersetzung mit sich selbst.

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Dieses Buch empfiehlt Ihnen

PROF. GÖTZ T. WIESE

Honorarprofessor für Steuerercht, Partner bei Wiese Lukas

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